ein zu lang geratener Slamtext in Rohfassung

1. März 2012

Wer Rechtschreibefehler findet, der darf sie behalten …

 

Ohmmm ……
Atmet tief ein, entspannt euch ….

Ohmmmm ….
Befreit Euch von der Last des Alltags

Ohmmm ….
Macht Euch bereit, den morgen, morgen eröffnet im Kongresshaus die Messe Lebenskraft 2012.
Was den Kirchen verwehrt bleibt, das gelingt der Esoterik. Wachsender Zustrom.

Ohmmmm …..
Ich empfange Schwingungen, es sind Skeptiker hier.

Ohmmm …….
Und ich spüre, jemand hat eine Frage, eine Frage was seine Beziehung angeht.

Ja, ich spüre die Frage, sie fliesst durch mich durch, ich sende sie mit viel Liebe ins Universum und bitte um Erleuchtung.
Ohmmm ….
Öffnet Euer Herz, seit erfüllt mit Liebe, Atmet tief ein und entspannt euch …. Skeptiker holen sich ein Bier an der Bar …

Ohmmmm ….
Das Universum gab mir die Antwort … habt ihr sie auch erhalten? Öffnet Euch für die Nachricht aus der allgegenwärtigen Liebe, gesandt vom Licht, die Nachricht lautet:

Gewissheit wirst Du erst in der Konfrontation erhalten.

Faszinierend, den gleichen Spruch hatte ich heute Mittag in meinem Glücks Kecks. Dies ist der Beweis, das Schicksal ist uns bestimmt, nehmen wir es an die Hand. Chacka …. Du schaffst das!
Ohmmm – mein Gott! – Widmen wir uns ernsthafter dem Thema.
Esoterik ist ein Geschäft, Business, wie Unterhaltung und mit Unterhaltungswert. Mike Shiva hat jeden Abend eine Sendung, und Viktor Giacobbo nur am Sonntag.
Also, wir können die Zeit bis Sonntag sinnvoll Überbrücken und 83.3% der Lebenskraft 2012 retten. Spirituelles Wachstum, Kristallschädel Channelling. Dies wäre doch eine neue Erfahrung, ich kenn bis jetzt nur Met aus Schädeln und Spirituosen aus Kristallgläsern.
Ohmm … Das Universum mag beides … und eine fette Cohiba Zigarre …
Mike Shiva ist der Shootingstar der Esoterik. Die Satire hat keinen Shootingstar, alle sind abgeschossen, Satire liefert keine Antworten.
Und die Sponsoren von Mike Shiva sind die Zuschauer, welche eine Kostenpflichtige Nummer anrufen, während Victor noch nach Sponsoren sucht.
Lebenskraft 2012 bietet für jeden etwas oder manches, sogar für Coach Potatos gibt es einen Workshop, „Remote Viewing“, ich habe noch erlebt, dass man aufstehen musste um am Fernsehen den Kanal umzustellen. Vielleicht betrifft dies aber auch IT Spezialisten, welche Remote auf den Speicher zugreifen wollen. Reinkarnation ist mit Comback-TV gleichzusetzen.
Ohmm … das Universum sendet ab heute in HD!

Für Singels gibt es mit Beata Moetsch Himmlisches Speed Dating. Den Klassiker präsentiert Christian Marti im Kurz Workshop Familienstellen, ein Mensch ärgere nicht der Tiefenpsychologie.
Seien wir ehrlich, die wir hier und unter uns sind, wir mögen die Sendung im Schweizer Fernsehen Sonntags – mal kurz nach mal kurz um – teilweise weit nach zehn Abends – wir mögen sie, weil ab und zu ein Slammer zu Wort kommt. Dabei könnten Slammer doch auch in der Sendung von Mike Shiva zu Wort kommen. Kostet für 5 Minuten Text doch nur ungefähr 20 Franken. Aber es gibt kein Whiskey. Auch nicht bei Giaccobo Müller.
Ohmmm …. Das Universum mag Whiskey ….
Den Veranstaltern empfehlen ich, das Programm ein wenig umzugestalten. Statt auf der Aktionsbühne am Donnerstag,
Tanz dich frei, tanz dich heil, tanz dich ganz,
wäre das Freitagsprogramm von 18.00 zu bevorzugen um den Besuchern und Ausstellern die Energetische Schutz- und Reinigungstechnik präventiv nahe zu legen.
Ohmmm …. das Universum nimmt den Dank für den Tipp zur Beziehungsfrage von der betreffenden Person mit viel Liebe an. ….

Der Viktor sitzt neben Mike und auch wenn der Mike Müller den Mike mit Kopftuch spielt und die Parodie auch unterhaltsam ist, die Quote schwindet, trotzdem.
Die Zuschauer scheinen lieber direkt mit dem Mike zu sprechen oder glauben es handle sich bei Mike Shiva um ein Satireprogramm, das Giacobbo Müller aufs Korn nimmt. Der Mike ist einfach zu gut als Mike und als Toni sowieso.
Ich frage mich, ob Giaccobo Müller mit dem Medium Fernsehen das Medium Shiva weniger auf die Schippe nehmen sollte und sich stattdessen ein Beispiel am Erfolg und am Geschäftsmodell der Esoteriksendungen nehmen sollten.
Und hier müsste Giaccobo Müller doch ansetzen können. Statt pay per view, pay per Speak. Dann würde auch ein Toni Brunner weniger sprechen.
Vielleicht verhindert Karma ein Sponsoring. Geht einmal vom noblem Kaufleuten ins Kongresshaus, geht am Donnerstag um 12.00 in den Kammermusiksaal und besucht die Demo „Kontakt zu Verstorbenen“, vielleicht findet ihr eure Bissigkeit von früher, die unsereins vermisst. Nach Schlieren seid ihr doch auch gekommen, da kann ein Besuch an der Lebenskraft 2012 doch nicht schlimmer sein. Apropos, was hat Schlieren verbrochen, dass sie dieses Karma haben? Kann das mal jemand für mich Channeln? Google weiss es nicht.
Also, taucht ab in die Welt des Übersinnlichen. Erlebt die Paranormale Chirurgie mit Demo. Ob der Engel im Alltag mit Regenbogen-Meditation auftauchen wird, obwohl der Regen ausbleibt?
Kann mit Hilfe der Schamanistischen Rituale ein Regentanz doch ein ansehnliches Tiefdruckgebiet zwischen Tiefenbrunnen und Bahnhof Enge bewirken und neben den spirituellen Ergüssen auch die Voraussetzungen für einen Regenbogen bringen.
Der Eröffnungstanz könnte zu Gunsten des Regebogens vor diesen Event gelegt werden
Ohmm …. Das Universum kann seinen Namen tanzen, und Regen gibt es auch ohne …
Auch Kinofreunde werden ihre Freude haben, den Matrix ist auch Esoterix. Es lädt zum Intensiv-Seminar am Samstag zwischen 14.00 und 18.00 zum Erwachen der Menschheit und Befreiung aus der Matrix. Und für die richtig mutigen geht es um Quantenheilung und Raus aus der Matrix. Und beide Veranstaltungen Teilparallel, daher wünsche ich frohes Springen, wer weiss, vielleicht erfährt man sogar ein Quantum Trost.
Ying und Yang sind im Einklang auch ohne Klangschalen und trotzdem immer im Gleichgewicht. Rund um die Liebe, rund um die Engel, rund um Chanelling und Heilung existiert als Gegenstück zu dieser Antimaterie das Materiell.
Die Macht, manchmal auch in Kombination mit Wählerstärke und Volkswille. Irgendjemand muss doch die eigenständige Schweiz von äusseren Einflüssen schützen, und wenn es sein muss, treten wir aus diesem Universum auch aus! Keine Fremden Richter, keine Scharia und kein Karma.
Was würde Toni Brunner an der Esoterik-Messe tun? Würde er an einem der vielen Seminare teilnehmen? Als Bauer vielleicht am Samstag den Workshop über die Heilige Geometrie und Kornkreise besuchen. Oder am Freitag Inspiration für die Energetische Reinigungen von Wohn- und Geschäftsräumen und Grundstücken suchen.
Wie kann man die Schweiz energetisch korrekt von Ausländern säubern? Und für die Parteitreuen wäre doch der Vortrag „Wenn Angst am Leben hindert“ eine Idee, der notfalls auch im Albisgüetli gehalten werden könnte?
Ohmmm …. Das Universum dankt Chuck Norris ….

Wie wir eine spirituelle Firewall für uns einrichten lernen wir ja am Donnerstag um 18.00, und schliesslich loggen sich die im Mike Shiva TV auch irgendwie irgendwo auf irgendeine Weise ein.
Ich grüsse das Licht in mir, ich grüsse das Licht in Dir, ich grüss den Lichttechniker ….. Fiat lux …. Ohmm …. ….
Und bezogen auf die Schwingungen, die ich da erhalten habe bezüglich Beziehung, beziehungsweise auf die Partnerschaft oder mit dem Partner schaffen, also zusammen schaffen damit man einen Bezug herstellen kann,
darauf bezieht sich Reto Huwiler mit Glück in der Liebe – bewährte Methoden für mehr Erfüllung und Harmonie in der Partnerschaft. Und die Liebe prägt, oder bewegt im Seezimmer 3 am Sonntag von 16.15 bis 17.00 Uhr, und wer das Heil in der Partnerschaft oder eine Heile innere Partnerschaft sucht, der ist gleichzeitig im Seezimmer 4 willkommen. Für Petri Heil geht es direkt an den See.
Ich glaube, ich brauche keinen Hellseher, bin mir aber nicht sicher, vielleicht sollte ich Mike Shiva anrufen und fragen, ob es so ist.
Ohmmm …. Das Universum kennt Dich und du bist ihm egal ….
Mich hat noch nie ein Hellseher angerufen oder Heiler angesprochen, also scheine ich OK zu sein. Ich hätte wohl finanzielle Probleme wenn ich für 4.13 inklusive Mehrwertsteuer eine Minute lang Rat in Karten suchen müsste bei jeder Frage.
Am Sonntag zwischen 10.00 und 13.00 könnt ihr für 140.00 Franken einen Workshop bei Ramona Rosenstern besuchen mit dem Thema Lichtkörperaktivierung.
Der Minutenpreis finde ich fair, er ist unter einem Franken. Alternativ fragt den Elektriker, wenn das Licht einmal streikt, der kennt sich mit elektrischer Energie aus. Manchmal ist nur die Birne defekt. Meist genügt es, einen Schalter umzulegen, doch dies funktioniert selten mit reiner Geisteskraft.
Ohmmm …. Ich empfange Schwingungen, ich spüre die Schwingen der Engel … cool down, take it easy … die Präventationskampagne ist nich EMO, die ist ESO!
Die Lichtarbeit wird vom Stadtrat Zürich und den Grünen unterstützt, damit die 2000 Watt Gesellschaft und der Atomausstieg realisiert werden kann.
Wenn alle Hellsichtig würden, könnte die Beleuchtung massiv herunter gedimmt werden. Wir strahlen dann auch ohne Atomare Ursachen. Apropos Gösgen und Solothurn:
Lieber Mike Müller, lieber Viktor Giaccobo, ihr habt die Gefahr der Esoterik unterschätzt. Gebt euch der Kraft hin, arbeitet mit ihr und nicht gegen sie. Ihr bekommt auch Plätzchen. Vielleicht holt ihr Hilfestellung von Fräulein Da Capo, sie wird bestimmt ein Ständchen auf tibetetischen Planetenklangschalen spielen können damit wieder mehr Kraft in die Sendung kommt. Die Esoterik ist der Satire Vater.
Ich weiss nicht Mike, ob Du in deinem früheren Leben an Hunger gestorben bist und nun darum eine Reserve zulegst. Lieber Viktor, wenn ich nur wüsste, wenn mir das Universum die Antwort gäbe
… Ohmmm ….OHMMM … Ohmann …
Vielleicht hilft das Familienstellen. Eine Tat, Missbrauch, Gewalt, ein umgefallener Sack Reis im Engadin oder ein Teletubbie-Trauma, des Grossvaters Mütterlicherseits können zu allfälligen heutige Probleme oder äusseren Merkmalen geführt haben. Satire ist nicht die Lösung, Essen ist keine Lösung. Und für alle anderen, SVP zu wählen ist auch keine Lösung.
Vielleicht findet sich ein Schuldiger, jemand der die Verantwortung dafür übernehmen soll. Und wenn die Person gefunden ist, der erwartete Erlöser, dieser aber nicht kann oder will, vielleicht weil er tot ist oder in Ausschaffungshaft sitzt, dann spendet Karma Trost. Im nächsten Leben hat diese Person ein krummes Rückgrat, oder keines und wird Politiker, ist Spongebob, oder wird gezwungen als Slammer aufzutreten.

Ohmmm …. Die Zeit ist gekommen …
Welche Zeit, 2012? Universum, für was denn?
Ohmm ….. Dem Schicksal seinen Lauf zu lassen

Inshalllah, mögen uns Engel, Lichtwesen, Gott oder Whisky und Slampoeten einen schönen Abend bescheren.

BMI und andere Miss-Verständnisse

27. Februar 2012

Wer kennt sie nicht … die gut aussehenden Frauen, welche auf März mit den längeren Tagen und den steigenden Temparaturen besorgt auf ihr Bauch blicken und den Verlust ihrer Bikini-Figur beklagen.

Ein trost vorab, wenn ihr das tut habt ihr bereits eine perfekte Figur (inklusive Kurven), denn der weibliche Körper ist nicht da, um jedes Gramm Fett zu verbrennen. Die Bikinifigur in den Zeitschriften wiederspiegelt einen krankhaft tiefen BMI. Diese Frau kann kaum gesunde Kinder auf die Welt bringen oder wenn doch, dann half Photoshop, nicht während einer Schwangerschaft aber die Illussion auf den Bildern der perfekten Bikinifigur hinzukriegen. Liebe Frauen, macht Euch Sorgen wenn kein Röllchen an der Seite ist.

Auf der anderen Seite verstehe ich, wenn statt einem Röllchen zwei Rollen auf der Seite greifbar sind. Da schaut Frau meist schon gar nicht mehr betreffend Bikini. Dies kann bereits schon in Richtung Gesundheitsgefährdung gehen. Hier empfehle ich, das Gewicht im Auge zu behalten, auch wenn Frau sich im Körper wohl fühlt (und Männer die Rubensfrauen mögen gibt es auch genug). Und bei Männern, wenn es soweit ist, müsstet ihr etwas unternehmen.

Ich biete Euch ein komplettes Fitness- und Abnehmprogramm mit Garantie im Wert von 250’000 Franken hier und heute zum Sonderpreis von NULL Franken an. (Die 250’000 ist ungefähr der Basiswert in einer Todesfallversicherung, also der Versicherungswert Eures Lebens).

1. Lesen. Und zwar Inhaltasangaben und Etiketten. Alles was mehr als 20% Anteil Zucker hat getrost weg lassen. Das ist Abzocke.

2. Denken. Was braucht der Körper und was tut ihm gut. Es braucht von allem, immer ein wenig.

3. Essen. Mit Lust und Verstand und mit Freude. Alle Geschmäcker enthalten, sauer, bitter, süss, salzig. Aber nie übertrieben.

4. Vielseitigkeit. Von allem etwas, von nichts zu viel. Eiweiss, Kohlenhydrate (aber komplexe, Zucker vermeiden), Ballaststoffe.

5. Bewegen. Treppe statt Fahrstuhl. Mittagsspaziergang.

6. Saisonal. Frühling frisches Junggemüse, Sommer Salate, Herbst Früchte, Winter Knollengemüse und Äpfel.

Es wirkt, über Jahre. Was die Punkte 1 und 2 anbelangt: ein kurzer Ausflug zur Uni Zürich und die Dicken Studenten zählen … Studenten stopfen vielfach ungesundes und dick machendes Essen in sich und bleiben schlank. Also, Lesen und selber Denken scheint Kalorien zu verbrauchen, oder?

Kleine Hinweise zum Nachforschen: Glyx, Bitterstoffe, Zuckerarten (Glucose, Fructose, Lactose, Maltose). Ausserdem auch etwas zum Nachdenken. 1 Liter Olivenöl enthält 8’190 Kalorien. Den kann ich trinken und ich werde kein Gramm zunehmen. Wieso?

Weiter zum rechnen. 5 Kilo Gewichtsverlust (Fett) rechnen wir auch wieder mit dem Olivenöl, sind also 40’000 kcal zum verbrennen.
Wenn ich nun dies durch Joggen los werden will, so benötige ich dafür 40 Stunden Jogging (mit anständigem Tempo). Oder ich bau die Bewegung in den Alltag ein. Zum Beispiel das Verhältnis Kalorienverbrauch zwischen Treppensteigen und Stehen (Lift) liegt bei 1:4, das Denken alleine erhöht den Grundverbrauch nur Gering. Auch hier ist Vielseitigkeit gefragt, langweile strengt uns kaum an.

Noch einige Gedanken zum Einkauf. Frischprodukte und frisch gemacht (Selber Kochen gegenüber Mikrowelle verbrennt im Vergleich das vierfache an Kalorien). Saisonal kochen. Im Weinter Knollengemüse, Suppen, Eintöpfe. Die Tage sind kalt, der Körper braucht lang verfügbare Energie. Vergesst den Salat im Winter, ausser Feldsalat. Im Frühling geht es los, Frischkäse und Salat, Spargeln inklusive einer leichten Sauce Bernaise (ja, inklusive Butter, fettig aber ohne Zucker!). Poulet ist mageres Einweiss, ebenso Süsswasserfische (Felchen, Egli, Zander) als einfaches Filet gebraten zusammen. Perfekt. Im Sommer Tomaten, Erdbeeren (auch zusammen). Geht auf den Wochenmarkt oder beim Direktverkauf vorbei. Es kostet nicht immer mehr als im Supermarkt aber ihr braucht weniger davon um den Geschmack zu erhalten und satt zu werden, es hat viel mehr Aromen. Es gibt über 200 Sorten Erdbeeren, wieviele davon bekommt ihr in eimen Laden?

Also, habt Spass am Essen, Spass an Bewegung, Spass am Leben und verklagt Photoshop wegen unlauterem Wettbewerb!

 

Was ist Verantwortung?

23. Februar 2012

Verantwortung bedeutet doch eigentlich nur, Antworten haben. Man kann die Verantwortung für einen Entscheid tragen, in dem man die Antwort hat, wieso und was man will. Heisst auch, man muss Ausgangslage, Ziel und Massnahme Transparent machen. Die Verantwortung für Ziel, Ausgangslage und Massnahme zu übernehmen scheint bereits göttlich, aber gut wäre es eigentlich, wenn die Verantwortung bei einer Adresse liegt. Am liebsten beim Staat! (Ironie enthalten).

Wieso verwecheselt man gerne Verantwortung mit Konsequenz? Und wieso diskutieren wir die Schuldfrage? Wie kam es in Griechenland zu dieser Kriese. War es nicht die EU, welche die Richtlinien vorgab, damit man beim Euro mitmachen kann? Hatte nicht Griechenland einfach angst, dass es ohne Euro am wenigen Handel in der EU gar nicht mehr teilnehmen könnte? Wer trägt die Schuld? Könnten die Deutschen mit ihren Privatvermögen nicht sämtliche Schulden der EU-Staaten übernehmen? Das Geld der Griechen gehört schon längst den Deutschen.

Ist die Idee des Geldes nicht die Idee des tauschens? War es nicht Christus, der den Zins verteufelte und wurden nicht die Banken über lange Zeit darum von Juden geführt? Gab es nicht schon ein solches Thema innerdeutsch?

Und wenn wir den Schuldigen haben, ist dann Griechenland gerettet? Will man Griechenland überhaupt retten? Oder nur die Idee des Euro? Ich habe dazu keine Antworten, ich kann keine Verantwortung dafür übernehmen.

Ich versuche meine Verantwortung für mein Leben möglichst so zu gestalten, dass ich mit den Konsequenzen daraus leben kann und, falls Schuldig, eine Wiedergutmachung anbienten kann.

 

Politik zum zweiten

22. Februar 2012

Böse Zungen behaupten, im Politik träge die erste Silbe am meisten dazu bei. Wobei gerade diese behauptenden meinen entsprechend erst-silbigen lecken könnten.

Es geht darum, Meinungen (Erster Wortteil beachten) äussern zu können (ja, es gibt auch viele Nachplapperer) und zu begründen. Es geht um die Erstellung von Thesen, Antithesen und zur Bildung einer Synthese. Mehrheiten bilden sich bei Übereinstimmungen. Die Polarisierung hat unser System in der Schweiz doch arg gebeutelt. Man darf sich nicht auf seine Stärke verlassen um sich durchsetzen zu wollen. Vor dem Durchsetzen kommt ein zusammensetzen. Dann wägt man die Argumente ab und sucht nach Lösungen. Schliesslich gibt es unterschiedliche Wege zu einem Ziel, aber zu glauben der eine Weg ist heilbringend (erste vier Buchstaben beachten) erinnert mich an eine entsprechende Zeit. Man sollte doch die verschiedenen Wege kennen.

Doch was ist mit der Lobby? Welcher Politiker zeigt sich noch unabhängig? Inwiefern sind wir selber Unabhängig? Das ist die Kehrseite der Politik, der Po, denn was wir als Politik ansehen ist allzu oft ein Resultat aus lang geplanter und beeinflusster Meinungsbildung von Interessengruppen. So ähnlich wie in einer Familie, wo irgendwo doch auch eine Schwiegermutter in irgendeiner Form mitbeteiligt ist.

Fakt ist: Publikumswirksam sind Massnahmen und weniger das Ziel. Doch sollen Politiker (welche Sitzen, palavern, Sitzen, palavern) wirklich die Massnahmen ausarbeiten? Meine Meinung ist, dass der Entscheid für eine Massnahme bei dem liegen soll, der die Verantwortung für die Umsetzung trägt.

Was ist Politik?

18. Februar 2012

Wenn man Wiki fragt, dann lautet die Antwort ungefähr: Alles was die Steuerung des Staates als ganzes betrifft. Abgeleitet aus dem griechischen, Polis, die Bevölkerung betreffend. Wenn man die Realität anschaut, dann ist Politik ein verhindern von Minaretten, Bücherverbrennung, eine Schaffung einer Einheitskrankenkasse oder die Diskussion rund um Kampfflugzeuge. Aus dem Ganzen werden Elemente heraus gegriffen, welche Publikumswirksam ausgebreitet und Diskutiert werden können.

Wer in der Wirtschaft, im Markt tätig ist, der hat die Erfahrung gemacht, dass ein Element oft viele andere Betrifft. Ein Manager trifft einen Entscheid oder trifft keine Entscheide und dies hat Einfluss auf Kunden, Lieferanten, Infrastruktur und die Belegschaft. Es geht darum Entscheide abzuwägen, Szenarien durchzuspielen und begleitende Massnahmen zu eröffnen. Im Internet sieht man am Besten, wie solche Entscheide und begleitende Massnahmen wirken, oder auch nicht.

Zurück zur Politik. Wenn nun eine zweite Gotthardröhre steht, stauen sich dann die Lastwagen vor den Zollabfertigungen in Chiasso und Basel? Wenn nun Asylanten in Unterkünften fern ab der Zivilisation untergebracht werden, wie sollen wir dann unsere Werte, unsere Gastfreundschaft und unsere Hilfe den Flüchtlingen nahe bringen? Wenn ein Asylbewerber die Gastfreundschaft ausnutzt, wieso sollen wir ihn dann im normalen Rahmen mit den anderen beibehalten?

Es geht, ob Wirtschaft, Politik oder Internet, darum eine Stabilität zu Halten, Strukturen zu schaffen, Regeln aufzustellen und innerhalb diesen, eine Lösung für den Einzelfall zu erhalten. Die Politik sollte gute Fundamente schaffen und klare Strukturen, damit die beauftragten, die Verwaltung, auf diesen Stabilen Fundamenten individuelle Lösungen erarbeiten können.

Doch es scheint eine Umkehr statt zu finden. Die Politiker suchen kreative Lösungen für Einzelprobleme und schaffen damit neue während die Verwaltung daran scheitert, gute Lösungen umzusetzen da das Fundament auf wackligen Beinen steht.

Wir haben Absinth in der Schweiz wieder erlaubt, da erkannt wurde, das Problem nicht der Absinth war (aber das Fundament) und ich hoffe, wir werden auch Minarette wieder erlauben, da es für einen Staat der Vielfalt und Stabilität wie die Schweiz, ein Armutszeugnis darstellt.

Wer durch das Minarettverbot konkret profitiert hat, der möge sich mit beispielen melden!

Damit Bern für uns Zürcher nicht weiter eine unbedeutende Stadt bleibt … Wahlen!

2. Oktober 2011

Ich bin nahe am Verfahren von Andres Tiel, was die Wahl betrifft. Ich streiche sämtliche Juristen und Akademiker, streiche sämtliche Staatsangestellten (auch die von Spitälern und Schulen, die ZKB wäre auch ein Staatsbetrieb aber …) sowie Studenten und Gross-Agronomen sowie Multimillionäre und erreiche? Eine überschaubare Anzahl an möglichen Kandidaten. So arbeite ich mich Liste für Liste durch. Ich will Bern so wie die Realität: möglichst vielseitig, möglichst Bunt, so wie die Menschen sind und auch so ein wenig wie ich.

Ich hab gelernt, dass man mit der richtigen Liste die Parteienstimme gibt und die obersten Positionen auf der Liste die Politiker sind, welche die Partei gerne für sich in Bern hätte.

Also, die Liste ist wohl die BDP-Liste (18) oder mit Listenverbindungen zur BDP, denn ich finde, Widmer Schlumpf macht einen guten Job und daher sag ich Widmer Schlumpf stärken!

Und nun zur Wahl der Personen. Ich möchte auch Personen in Bern, welche ein wenig weniger Parteilich sind und daher vermutlich weiter unten stehen.

Zum Beispiel Anita Borer aus Uster, rein optisch wäre sie eine rechte Aufwertung in Bern, aber genau diese Politikerin kann in Zürich mehr bewirken. Und auf Nummer 2? Daher, geht es nicht. Nathalie Rickli ist die nächste hübsche Person, sie ist eine valable Kandidatin für mich. Und Jürg Stahl würde auch passen. Von der einen Seite zur anderen, was bietet mir die zweite Liste? Andrew Kutumba fällt nicht aus meinem Raster und auch Evelin Kunz. Weiter auf der 3, Huber Martin aus Aesch, oder Nicole Lieberherr, Opfikon. Da steige ich auf meinem Arbeitsweg aus und werde sie Fragen, was da in Bern ansteht und ihr meine Meinung geigen …

Aber erst nach dem ich mit Stefan Kunz, Dübendorf, Grün einen Tee getrunken habe. Ohne Zucker, natürlich, so wie es Claudia Hollenstein von der glp vermutlich empfiehlt. Obwohl mit die glp an sich schon länger sympathisch ist, wähle ich diesmal eine andere Liste und andere Kandidaten. Auch die EVP kommt in meinen Strauss, mit Mark Eberli haben wir jemand mit Blick über die Landesgrenzen. Und Sommer Sidler Daniel passt im Herbst ebenfalls auf meine Liste. Leider ist die Anti Power Point Partei gegen etwas, wäre sie Pro Flipchart, ja dann wäre sie wählbar. Und die Tierpartei finde ich auch OK, Elena Caliendo klingt nach Samba in Bern. Von den Piraten soll Peter Keel für Struktur sorgen, als Unix System Engineer sollte das gehen. Und ja, Hanspeter Kindler bekommt noch einen Platz auf meiner Liste. Und Bruno Fenner aus Dübendorf verbleibt der einzige auf der BDP Liste. Von der EDU hat Barbara Lardi vielleicht als Apothekerin das richtige Rezept? Und Simon Mühlemann von den Jungfreisinnigen klingt auch noch OK. Und die Konfessionslosen müssen vertreten sein. Kyriacou Andreas auf jeden Fall! Auch Burger Christian wäre möglich. Ansosnten, zuviele Juristen, zuviele Studenten, zuviele Staatsangestellte, fast so wie jede Partei ein Einheitsbrei. Und auch die EVP hat ein hübsches Gesicht und nach meinen Recherchen auch eine gute Stimme. Und der Name alleine ist fast schon Musik, Go Tania “Kris” Woodhatch.

Vielleicht kann sie ja mit Stefan Wyss, Liste 24, etwas organisieren. Und neben ihm würde Fabienne Schürmann gut aussehen. Und aus Winterthur kann sie mit Michael Stöckli gleich eine Fahrgemeinschaft einrichten. Ganz parteifrei und somit eigentlich fast schon prädestiniert, Michael Brandenberger.

Es ist doch verrückt, wieviele Personen wir wählen dürfen, es ist fast schon eine Schande, wenn einige trotz Einsatz nicht die nötigen Stimmen erhalten.

Also, liebe Züricher Kandidaten für die Nationalratswahlen. Wer sich für mich einsetzt bekommt meine Stimme. Hinterlasst einen Kommentar, einen Link und eine Empfehlung auf meinem Blog. Kämpft um die Stimmen, und um meine. Macht Bern bunt, entscheidet Weise und habt auch Spass.

Ansonsten kandidiere ich nächstes mal.

Alles bleibt anders … vor den Wahlen ist nach den Wahlen

25. September 2011

Bald ist es soweit. Wir können Wählen. Und zwar Nationalräte und Ständeräte. Und diese wählen den Bundesrat.

Wie soll also meine Strategie aussehen, wenn mein Ziel die Wiederwahl von Widmer-Schlumpf ist? Für die SVP ist sie der Feind, den es zu bekämpfen gibt … Websites und Blogs unter ihrem Namen werden nicht von ihr betrieben. Auch das kennen wir im Wahlkampf. Es geht schliesslich ums Prinzip! Also nicht um Argumente. Aber das kennen wir aus der Politik.

3459 Personen sehen sich als berufen um nach Bern zu gehen uns uns, das Volk, zu vertreten. Von denen haben wir 800 alleine aus Zürich, auf 34 Sitze? … Und ich soll aus diesen Auswählen, wer mich vertreten kann? Welche Partei? Ich gehöre keiner an, also Parteifrei? Also, Sorry, aber 800 Personen schaue ich mir nicht an. Daher Liste daher und nach Ausschlusskriterien:

Juristen? Streichen, ich bin kein Jurist! Bauern? Streichen, ich bin kein Landwirt! Soziologen oder Pädagogen? Streichen. Unternehmer? Die sollten schauen dass ihre Bude läuft und nicht Politik machen! Studenten mag ich auch nicht in Bern, Hausfrauen nicht, über 60 mag ich nicht, unter 30 streiche ich auch und was bleibt am Ende? Nichts! Ich kann in Bern nicht vertreten werden, oder?

Nächster Ansatz, über “Vimentis”. Ich öffne alle Läden, die Mitarbeiter erhalten ein Basiseinkommen und dürfen ab 18. auch Cannabis konsumieren, und es dürfen mehr als 25% Ausländer sein (damit mit Migrationshintergrund auch die zukünftigen U18 eine Chance haben, und unter 18 jährige dürfen ja nicht kiffen, darum will ich auch 3’000 Polizisten mehr!).

Das Ergebnis hat mich schockiert. Ich liege mit den Grünen, der GLP und auch mit der EVP sowie den konfessionslose.ch auf der gleichen Linie. Dabei zähle ich mich doch zum Mittelstand, bin doch “Führungskraft” und Liberal, fahre Auto (und zwar gerne).  Aber hey, smatvote wäre doch auch etwas … die klassischen Rocker, das bin ich, FDP!

Bin ich am Ende gar nicht der Mensch, der ich glaubte zu sein? Von den Kanditaten ticken André Reimann, aber der ist auf der Liste soweit hinten, der wird kaum gewählt. Auf Platz 2 haben wir Daniel Stahl, BDP, die Partei mit Widmer-Schlumpf. Aber auch er ist, am Ende, nur ein Listenfüller. Fazit: Leute wie mich will niemand in Bern.

Also, ich wähle, kofessionslos, parteilos und chancenlos … meine Protestwahl. Liste 13, Daniel Stahl, André Reimann, Ann-Catherine Nabholz, Thomas Rilke, Felix Huber, Silvia Gaygax-Matter, manuel Kovats, Michael Herkenrath, Stefan Pfister. Dazu ein wenig Bäumle weill ich vor lauter Kandidaten den Wald nicht seh! Soviel Studenten, die ich erst gerade ausgeschlossen habe …

Die Frage ist für mich, ob man eher für etwas kämpft oder eher gegen … Ich bin Für Pro und gegen Anti …

 

 

Man sollte mit sowas nicht an die Öffentlichkeit …

30. August 2011

… war die Reaktion der Lehrerin auf einen Artikel in der lokalen Zeitung. Ja, was soll man denn machen? Was sollen Eltern machen, wenn sie merken, dass ihr Kind in der normalen Klasse unerwünscht ist? Im Normalfall das Gespräch mit der Schulleitung. Und wenn die Schulleitung nicht mehr mit den Eltern spricht? Dann das Gespräch mit der Schulpflege. Und wenn die Schulpflege auch nicht so will? Dann bleibt der Rechtsbehelf an den Bezirksrat.

Auch wenn sich Eltern, Lehrer, Schulleiter und Schulbehörden nicht wirklich verstehen, von Behörden und Pädagogen kann wenigstens zu Gunsten des Kindes ein professionelles Verhalten erwartet werden. Kann? Nein! Ausschluss aus dem Regelunterricht und auch keine Teilnahme am Klassenlager. Mit der Begründung, dass das ADS Kind überfordert sein könnte und die Lehrer nicht die Verantwortung übernehmen für solche Situationen.

Was das tragische ist, es sprechen viele Personen in dem Fall mit, welche NULL Ahnung von ADS haben.

 

Chancen sind zu wichtig oder wie war das, liebe Chevrolet?

16. August 2011

Tolle Werbung, die da im Fernsehen läuft. Da rollen die Korea-Chevys und Ami-Chevy (oder Kanada, sagen wir North American) durch das Bild, und die kleinen feinen biegen ab. Und der Camaro läuft weiter. Nun gut, offiziell ist der Camaro in der Schweiz auch nicht erhältlich, aber er war und er ist Teil der Automobilgeschichte. Und nun lief in diesem Sommer der fünf Millionste Camaro ab dem Band. Nicht eine Jubiläumsedition mit Power, Ausstattung und Sonderlack … nein, eigentlich so ziemlich ein Sondermodell Sparta … da kommt ein Chevy aus Korea doch fast mit der gleichen Ausstattung aus. Sonderedition? Vergiss es … Von wegen Chancen.

Der Camaro wäre ein Liebhaberauto, der Koreaner ist ein A nach B Fahrzeug. So stehen wir da und trauern, da immer mehr Ökonomen das emotionale gut Fahrzeug kaputt machen.

Aber ein Blick in die Schweiz, ein Land mit guter Kaufkraft und einer Affinität zu Technik. Chevrolet hat den Volt nun in den USA im Verkauf. Ein schönes Auto, aber Chancen sind ja da, um genutzt zu werden. Preis ab 50’400 Franken. In den USA knapp 40’000 USD. Wäre nicht die Chance da, das Auto für 40’000 Franken in der Schweiz zu lancieren, bei dem Dollarkurs? Er wäre damit wirklich ein Signal und eine Alternative, da in diesem Preisrahmen ja bis anhin “nur” Kleinwagen bereit stehen.

Nein, ist es nicht, denn für 52’900 soll der Opel Ampera in der Schweiz Fuss fassen. Aber was in der USA in Verkauf ist, kann an der IAA vorerst einmal probe gefahren werden. Natürlich ist es fraglich, wenn wir den Atomausstieg vorsehen auf Elektroantrieb umzusteigen um unsere Mobilität zu gewährleisten. Ehrlich gesagt, wissen wir ja noch nicht einmal, wie wir die Stromlücke nach der Atomkraft füllen wollen. Und wenn die Chinesen auch noch mobiler werden, dann ist mit Benzin bald einmal Schluss.

Da kommt mir das gute alte Twike in den Sinn. Preislich und Ausstattungsmässig mit dem Camaro Nr. 5’000’000 identisch. Doch die Expansion nach China scheint noch gar nicht im Auge zu sein. Der Exportweltmeister will es bleiben. China, das mobiler wird und bis anhin doch mit dem Fahrrad stark verbunden ist soll also ein Fahrzeug für 40’000 EUR importieren? So what, was den einen Twike ist doch voll Chevrolet.

 

Steiner, Walldorf, Montessori oder Sonderschule für ADS und ADHS-Kinder?

10. August 2011

Face the Fact, die Schule ist im Sinkflug. Und wer stürtzt damit ab? Die Kinder. Natürlich gibt es zu den staatlichen Schulen Alternativen, welche mit viel Unterstützung und Idealismus bei der Sache sind. Es ist aber auch verständlich, dass sich nicht alle mit den Ideen der Antroposofie anfreunden können, denn neben dem Lernen braucht es auch viel Verstehen dazu. Auch die Eltern. Was doch irgendwie zu denken geben sollte:
a) Die Steiner- oder Waldorfpädagogik läuft stabil ohne dauernde Reorganisationen
b) Die Lehrer von Steinerschulen wechseln selten

Was machen die denn Besser, als die öffentlichen Schulen? Was macht überhaupt eine gute Schule aus?

Wieso wird ein Lehrer überhaupt Lehrer? Vermutlich sind die Gründe in der Schweiz nicht viel anders als in Deutschland. Fakt ist, dass ein Umstieg in der Privatwirtschaft, ein Aufstieg in der Wirtschaft doch viel einfacher ist, als in der Schule. Mit 25 ist man Lehrer und das für 40 Jahre. Die besten Lehrer werden wohl möglich noch Schulleiter. Vielleicht sollte man die Profile genauer prüfen. Die Lehrer, welche genug von den Primar- oder Sekundarschüler haben, die werden vielleicht auch Ausbildner für Lehrer.

Das Modell der Gutmenschindustrie gerät vermehrt unter Beschuss. Manchmal sollten weniger Phrasen und mehr Direktive vorherrschen. Nur mach man mit Schönbildern und Konzepten und Massnahmen etwas Kaputt, dass selten Ganz wahr. Es steht und fällt mit dem Menschen. Manche Lehrer können integrieren, manche Lehrer nicht. Dass alle müssen, obwohl ihnen das Talent teilweise fehlt oder die politische Einstellung konträr ist, dies ist bedenklich. Individualität zählt nur beim Schüler, beim Lehrer nicht.

Vielleicht sollte man vom Schulleiter einen Studiengang in HRM verlangen. Die Ausbildung an der PHSG zum CAS
Aufbau Studiengang
• Grundmodul: Vermittlung von Orientierungswissen zur Führung im Schulbereich (5 Präsenztage)
• Vertiefungsmodul: Befähigung zur Übernahme einer Teilleitungsfunktion im Schulbereich (8 Präsenztage)
• Zertifizierungsmodul: Befähigung zur operativen Führung einer Schule (8.5 Präsenztage)

Also, vom Lehrer zum Manager in 21.5 Präsenztagen …

Und das steht im Inserat:

Sie sind:
• eine zielorientierte Führungsperson und gleichzeitig Teamplayer
• eine Persönlichkeit mit pädagogischer Bodenhaftung
• offen für Anliegen der Kinder, Eltern und Lehrpersonen
• Realist/in und Visionär/in, mit offenem Blick für Neues

Sie bringen mit:
• abgeschlossene Ausbildung zur Schulleiterin oder zum Schulleiter
• pädagogische Grundausbildung mit mehrjähriger Unterrichtstätigkeit
• Geschick bei Planung und Organisation
• Bereitschaft zur konstruktiven Zusammenarbeit mit den anderen Schulleitungen sowie den Schulbehörden
• hohe Sozialkompetenz, Kommunikationsfähigkeit und Wetterfestigkeit

Das CAS in Unternehmungsführung bei der Uni Zürich (und eine Schule ist eigentlich ein Unternehmen) dauert 30 Tage.

Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken, sagt man. Und so müssten eigentlich die Ämter und die Ausbildungsinstitute eine Innenschau veranstalten, respektive mehr auf die Signale von Extern achten. Noch ist die freie Schulwahl nicht realisiert, wenn sie aber nicht aufwachen und sich auf diesen Schritt vorbereiten, dann wird es schmerzhaft für den bis anhin geschützten Bereich “Volksschule”, das Volk ist mit der Schule heute nicht zufrieden!