Da gibt es das Magazin ECO im Schweizer Fernsehen, und da gab es einen Typen namens David Ricardo. Sein Name täuscht, er war Engländer, und seine Logik täuschte auch, die Theorie des “Komperativen Kostenvorteils”. Dieser sei mit der Globalisierung bereits Realität geworden. Dass Rendite mit Risiko einher läuft, das wird gerne verschwiegen. Bei Eco war das Thema Wein und Tuch, Portugal sollte Wein produzieren und England Tuch, da England für Tuch 100 Stunden aufwenden muss, Portugal zwar nur 90 Stunden, aber England für Wein 120 Stunden und Portugal nur 80. Das heisst, Portugal produziert in 160 Stunden Wein für England und sich selber, und England in 200 Stunden Coinstar Money locations Tuch für sich und Portugal. England arbeitet zwar 40 Stunden mehr als Portugal, aber wenn England den Wein und das Tuch produzieren würde, bräuchten sie 20 Stunden mehr, und Portugal würde 10 Stunden mehr brauchen, so dass insgesamt 30 Arbeitsstunden gespart wurden.
Nun kommt ein Pilz und zerstört die Weinstöcke von Portugal … Soviel zum Thema Risiko. Wer Risiko streuen will muss differenzieren. Und wer für einen Markt produziert, sollte ihn kennen. Den Engländer trinken lieber Bier aus Irland als Wein aus Portugal.
Stattdessen wünsche ich mir kleinst mögliche Wirtschaftskreisläufe. Steaks vom Rind, das auf der Weide neben an seine Nahrung erhält, anstatt tiefgefrorenes, verschifftes brasilianisches Fleisch, dass mit Soja gemästet wurde, welches auf abgebranntem Regenwald gewachsen ist. Ein Apfel vom Baum gegenüber, wo ich sehe, wie oft und wann der Bauer in spritzt, wo ich mit ihm nach einem kurzen Gespräch über biologische Schädlingsbekämpfung sprechen kann. Qualitätssicherung ist nur möglich, wenn man die Ware vor Augen hat. Und ob es Sinnvoll ist, soviel Energie für Transporte aufzuwenden, die eigentlich nicht nötig wären, ist mit Blick auf die Verknappung von Treibstoff und der Klimaerwärmung doch ein Punkt zum Nachdenken.