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Hilfe – hilft nicht

Donnerstag, 19. August 2010

Millionen an Schweizer Franken werden von Familienangehörigen aus der Schweiz ins Ausland transferiert. Ganze Familien sind abhängig vom Einkommen, dass ein Familienmitglied in der Schweiz erwirtschaftet. “Remittances” wird diese Unsitte genannt. Zweifelsohne wird es den Empfängern ohne diese Unterstützung gewaltig schlechter gehen. Schliesslich wird das Geld vor Ort direkt in Konsum oder Investition ausgegeben und hilft damit, die Volkswirtschaft anzutreiben.

Der eigentliche Kritikpunkt aus meiner Sicht ist, dass vielfach für dieses Geld die Gegenleistung fehlt. Erarbeitetes Geld erhält meist mehr Wertschätzung als geschenktes oder gewonnenes Geld und wird daher auch wirtschaftlicher und somit effizienter ausgegeben. Wie dies doch funktioniert, konnte ich anhand einer Person nachvollziehen, welche ich eigentlich nur flüchtig aus dem Militärdienst kannte (Semper Fidelis – an diese Adresse gerichtet). Exclusivo macht es vor, ich erkannte schon früh, dass Max Fenner ein Mann mit Geschmack und Drive ist, und freue mich, dass er auch macht. Sinnbildlich jemand, der das Sein, das Haben und das Tun mit dem Werden verknüpfen kann.

Vielleicht sollten wir überlegen, welche Unterstützung mehr Wertschätzung darstellt. Kaufen wir das Fleisch direkt beim Produzenten wo wir wissen, wie die Tierhaltung aussieht, oder Anonym bei einem Grosshändler und blenden die Herkunft aus? Wir können uns entscheiden und mit kleinen Dingen die Welt als ganzes besser machen, wenn wir mit unserem eigenen Geld bewusster umgehen und uns überlegen, wie der Empfänger es verwenden wird.